Technologische Initiativen

Der Weg zur Systemmanagement-Architektur der Zukunft: Standardisierung des Managed Node

Dell und die gesamte Branche stehen vor der einmaligen Gelegenheit, die auf Standards basierende Systemmanagement-Architektur der Zukunft zu entwickeln.

Dell und die gesamte Branche gehen die Herausforderungen bei der Verwaltung heterogener Netzwerkumgebungen an. Diese Herausforderungen dürften in Umgebungen mit Blade-Servern und skalierbaren Unternehmen in noch höherer Intensität auftreten. Angesichts der Anforderungen in diesen Umgebungen muss die Branche die zurzeit eingesetzten proprietären Systemmanagement-Architekturen überdenken. Dell ist der Auffassung, dass Infrastrukturen gefunden werden müssen, die Managementschnittstellen und Datenmodelle nach Branchenstandards aufweisen. Diese Architektur mit offenen Standards ermöglicht flexible Lösungen für sich ändernde Datenverarbeitungsmodelle.

Die Dell-Vision einer Systemmanagement-Architektur der Zukunft bricht die proprietären und monolithischen Architekturen auf und schafft eine aus mehreren Ebenen bestehende und auf Standards basierende Lösung. Bei dieser Lösung können Netzwerkressourcen wie Server und Speichersysteme dank auf Standards basierender Instrumente nahtlos in eine ebenfalls standardbasierende Managementkonsole bzw. ein entsprechendes Tool integriert werden.

Im Sinne des technischen Fortschritts konzentriert sich Dell auf die Standardisierung der Managementinstrumente (Agents) auf verwalteten Knoten wie z. B. Servern, Speichersystemen, Switches, Clients und Druckern. Durch die Standardisierung der verwalteten Knoten können die proprietären Tools der Anbieter durch standardbasierende Managementtools von Drittanbietern ersetzt werden. Auf diese Weise trägt Dell zu einer Umgebung bei, in der ein echtes offenes Systemmanagement möglich ist.


Unified Manageability Architecture

Dell Managed Node ArchitectureDie Dell Unified Manageability Architecture basiert auf vorhandenen und neuen Standards weltweiter Normierungsorganisationen wie der Distributed Management Task Force (DMTF) und der Storage Networking Industry Association (SNIA). Diese Architektur orientiert sich an den Prinzipien von Skalierbarkeit, Flexibilität, schneller Integration, offenen Schnittstellen und Unterstützung für eine große Zahl von Geräten und ist ein Entwurf zur Vereinfachung von Verfahren, zur Verbesserung der Ressourcenauslastung und zur Anwendung auf Tausenden von Knoten.

Die einzelnen Ebenen der Architektur sind hier dargestellt. Vier der sechs Ebenen — Plattform, logische Zuordnung, Zusammenfassung und Zugriff — gehen auf Aspekte des verwalteten Knotens und der Managementinstrumente auf Geräteebene ein. Bei den beiden anderen Ebenen — Ressourcenmanagement und Abstimmung — geht es um Aspekte des Managementsystems, wie z. B. Dell OpenManageTM , Microsoft®  Systems Management Server oder Microsoft Operations Manager. Die Aufteilung in Ebenen soll eine Standardisierung der Terminologie innerhalb der IT-Branche vereinfachen, zu einer Isolierung der einzelnen Funktionen und Schnittstellen führen und die verschiedenen Aspekte des Systemmanagements auf einheitliche Weise ansprechen.


Wichtige Standards

Einer der wichtigsten neuen Standards für die neue Architektur der verwalteten Knoten ist das Common Information Model (CIM). CIM dient zur Standardisierung des Datenmodells, mit dem die IT-Umgebung für Managementzwecke beschrieben ("zugeordnet") wird. So wie eine Karte der Sternkonstellation den Seefahrern früher die Navigation auf den Weltmeeren erleichterte, so bietet CIM den IT-Administratoren nun einen Referenzrahmen zur Verwaltung der Netzwerkressourcen. Dell fördert auch die folgenden Standards:

  • Extended Framework Interface (EFI)  — Standardschnittstelle zur Konfiguration der Serverhardware vor dem Laden des Betriebssystems.
  • Intelligent Platform Management Interface (IPMI) — Standardschnittstelle für das Servermanagement und für Remotezugriffsfunktionen.
  • Systems Management Architecture for Server Hardware (SMASH) — Zur Standardisierung von Befehlszeilen-Skripts.
  • Storage Management Interface Specification (SMI-S) — Ermöglicht ein auf Standards basierendes Speichermanagement.
  • Systems Management BIOS (SMBIOS) — Zur Standardisierung von Hardware-Konfigurationsinformationen.
  • WS-Management  — Diese neue Webservices-Spezifikation standardisiert die Sprache und Mechanismen der verwalteten Services und Anwendungen bei der Weiterleitung eigener Managementinformationen. WS-Management basiert auf dem Simple Object Access Protocol (SOAP) und wurde im Oktober 2004 von AMD, Dell, Intel, Microsoft und Sun vorgestellt.

Diese und andere von Dell geförderte neue Standards sind entscheidende Schritte bei der Abkehr von den proprietären Systemmanagementumgebungen von heute.


Echtes offenes Systemmanagement

Die Technikteams von Dell und unseren Partnern haben bereits damit begonnen, die Technologien dem Entwurf der Unified Manageability Architecture zuzuordnen und damit die Verwaltbarkeit zu erleichtern. Dabei geht es darum, auf der Plattform eine auf Standards basierende Management-Infrastruktur anzulegen und nicht anschließend ein spezielles System zu entwickeln.

Der Dell-Ansatz für die Systemmanagementarchitektur der Zukunft besteht in der Festlegung genau definierter und umfassend akzeptierter Standards, die zur Interoperabilität und Flexibilität in den Datenverarbeitungsumgebungen der Kunden beitragen. Auf diese Weise versucht Dell, ein echtes offenes Systemmanagement nach branchenweit einheitlichen Standards zu ermöglichen.